Eine Gleichung mit ziemlich vielen Unbekannten…
Wie mein Weg begann…
Frankreich. In der Bretagne. Im Sommer.
Bei Vollmond. Unter einem Himmel voller Sterne. An einem Strand in Benodét, vor mir ein kleines Lagerfeuer und im Ohr das endlose Rauschen der Wellen.
Der Mond leuchtete über dem Meer und in diesem Moment wusste ich ziemlich genau zwei Dinge:
Ich liebe das Meer.
Und ich will verstehen, was es mit mir macht.
Am nächsten Tag saß ich auf einer Fähre zu einer kleinen vorgelagerten Inselgruppe. Draußen tobte das Meer, die Wellen klatschten gegen das runde Bullauge und ich konnte nicht aufhören, ihnen zuzusehen.
Dieses Kommen und Gehen.
Dieser Rhythmus.
Diese unglaubliche Kraft.
Und gleichzeitig diese Ruhe in mir.
Auf dieser wunderschönen Insel beobachtete ich später Forschungstaucher, die sich für ihren nächsten Tauchgang vorbereiteten.
Und damit war die Sache für mein 16-jähriges Ich geklärt:
Ich werde Ozeanographin.
Ich wollte das Meer erforschen.
Seine Zusammenhänge verstehen.
Wissen, warum die Dinge sind, wie sie sind.
Und irgendwo zwischen Meer, Wellen und meinem ziemlich entschlossenen Plan, Ozeanographin zu werden, sammelte ich Muscheln und kleine Schneckenhäuschen.
Ich liebte die abenteuerlichen Entdeckungstouren zwischen den bizarren Felsenformationen und diesen kleinen Salzwasserpools. Und die dort gefundenen Schätze in Form von Muscheln habe ich in einer entzückenden französischen Flasche aufbewahrt. Und genau dieses alte “Relikt” steht nun samt der Erinnerung in meinem Atelier.
Und vielleicht wussten die Muscheln damals schon mehr, als ich mir je hätte vorstellen können.
Tja, ganz so geradlinig, wie mein 16-jähriges Ich sich das mit der Ozeanographie vorgestellt hatte,…
…verlief die Sache dann allerdings nicht.
Also kurz gesagt: Abitur - Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin - Vordiplom der Umwelt- und Hygienetechnologie - Meeresbiologisches Praktikum am Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland und arbeitete lange Zeit im Labor & als Assistentin der Geschäftsführung. Wenn schon nicht ausschließlich Meer, dann wenigstens tiefer in die Materie und Wissenschaft der Natur eintauchen. Dachte ich.
Und das liebte ich auch.
Mathematik, Biologie, Chemie, Mikroskopieren, Geometrie, Physik – analysieren, rechnen, Gleichungen lösen, Muster erkennen, tüfteln, Lösungen finden und Welten entdecken, die dem bloßen Auge verborgen bleiben.
Somit hielt sich mein beruflicher Werdegang also eine ganze Weile erstaunlich hartnäckig an den ursprünglichen Plan.
Und das Meer hatte ganz offensichtlich nicht vor, aus meiner Geschichte zu verschwinden.
Irgendwann tauchte wie aus dem Nichts noch etwas auf, das in meinem bisherigen Plan überhaupt nicht vorgesehen war:
die Malerei.
Und niemand war darüber überraschter als ich!!
Und auf einmal waren in meiner sorgfältig geplanten Gleichung verdächtig viele Unbekannte.
Also tat ich etwas, das sich erstaunlich schlecht berechnen ließ: Ich folgte einfach meiner inneren Stimme und fing an zu malen.
Ohne Plan. Ohne zu wissen, wohin das führen würde.
Mein inneres Kontrollzentrum war extrem skeptisch. Aber der Rest von mir malte einfach weiter.
Und offenbar blieb das nicht ganz unbemerkt.
Meine Freunde und Nachbarn waren so begeistert, dass sie ihre Wohnzimmer mit meinen Bilder schmücken wollten. Ganz zu meiner eigenen Überraschung übrigens.
Meine Mama schien darin aber noch etwas ganz anderes zu sehen. Etwas, das ich selbst damals noch nicht sehen konnte.
„Deine Bilder haben Seele und sind so wunderschön. Das muss in die Welt.“, sagte sie.
Vielleicht resonierte genau das so stark mit mir, weil da dieses tiefe Wissen in meiner Seele war, lange bevor ich es in Worte fassen konnte.
Ich wollte mit meiner Liebe zum Meer und zur Natur immer etwas bewirken. Und der Umwelt- und Meeresschutz lag mir dabei schon immer am Herzen.
Aber da war noch etwas anderes.
Ich wollte Menschen eine Freude machen. Ihnen etwas geben, das sie vom tosenden Außen wieder zu ihrem ruhigen Inneren bringt. Zu ihrer eigenen Essenz. Dorthin, wo die eigene innere Stimme wieder wahrnehmbar wird.
Also nahm ich es an, ging über viele Jahre nebenbei an eine Kunstschule und lernte dort vor allem eines: richtig hinzusehen.
Und ausgerechnet hier wartete die nächste Überraschung auf mich.
Denn Zeichnen ist überraschend mathematisch. Wer hätte das gedacht?
Und da waren sie plötzlich wieder. Meine Dreiecke. Kreise. Formen. Winkel. Proportionen.
Also war mein naturwissenschaftliches Gehirn ausgesprochen zufrieden.
Und irgendwann fügte sich immer mehr zusammen.
Die Natur und ganz besonders mein so liebgewonnenes Meer blieben dabei der Mittelpunkt und meine größte Inspirationsquelle. Diese geniale und bezaubernde Vielfalt der Natur an Formen, Farben, Strukturen und kleinen Wundern fasziniert mich einfach unendlich.
Und überall begegnete mir immer wieder dasselbe: Es gibt so viel mehr, als wir sofort mit unseren Augen erkennen können.
Wir übersehen es oft. Wir schauen nur oberflächlich hin oder nehmen es als selbstverständlich. Dabei ist die Magie und der Zauber einfach überall…
Die Spiralen in Schneckenhäuser, Muscheln und Galaxien,
die heilige Geometrie in Pflanzen, diese Genialität der Farbkombinationen und Formen in der Unterwasserwelt, außergewöhnliche Eigenschaften, diese wunderschönen Lichtspiele und Reflexionen.
Unter Wasser und auf dem Wasser. Und das alles in der unglaublichen Vielfalt der (maritimen) Tier- und Pflanzenwelt.
Und irgendwann spürte ich, dass noch etwas dazukommen wollte:
lebendiges Quellwasser als mein Malwasser, Kristalle, kleine Rituale, liebevolle Energien in Form von Zahlen und Frequenzen, die Vollmond-Energie, die Sonne und Sterne, die Heilige Geometrie, Dinge, die man nicht gleich in den Gemälden sehen kann…
All das fand seinen Weg in meinen Malprozess. Wissenschaftlich betrachtet: ein Quantensprung. Künstlerisch betrachtet: ziemlich magisch.
Vielleicht gehörten Kunst & Naturwissenschaften…
…bei mir schon immer zusammen. Sie brauchten nur ein bisschen, bis sie gemeinsam an die Oberfläche kamen.
Wissenschaft + Natur + Spiritualität = meine OCEAN PAINTINGS für DICH!
Um: Dich mit diesen kleine “Portalen” daran zu erinnern, wieder mehr auf deine eigene innere Stimme zu hören und zu vertrauen!
Unsere Wege sind eben nicht immer eine gerade Linie.
Und manchmal wissen wir zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht, warum wir plötzlich eine andere Wegzweigung einschlagen. Aber die innere Stimme weiß, dass es richtig ist.
Auch wenn dieser Weg steinig ist und mit vielen Höhen & Tiefen verbunden sein kann, lohnt es sich oft, diese Unbekannten in Kauf zu nehmen und ihn zu gehen…
…denn die Seele weiß es bereits.
Und vielleicht sollten wir uns gar nicht immer fragen, warum wir einen bestimmten Weg gegangen sind, sondern viel lieber: Wofür?
Wofür war dieser neue Weg gut?
Was hat er uns gezeigt? Wohin hat er uns geführt? Und was wäre vielleicht nie entstanden, wenn wir nicht einfach irgendwann losgegangen wären?